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Bürobeleuchtung: 5 Tipps für das richtige Licht

buerobeleuchtung 5 tipps lampe leuchtenÜber zehntausend Mal am Tag schweift der Blick an einem Bildschirmarbeitsplatz zwischen Monitor, Tastatur sowie Dokumenten hin und her – für die Augen eine enorme Belastung. Bewältigt werden kann diese nur mit der richtigen Beleuchtung am Arbeitsplatz. Denn wussten Sie, dass Bürobeleuchtung die Gesundheit, Konzentrationsfähigkeit sowie Stimmung der Mitarbeiter beeinflusst? Erfahren Sie, wie Sie Bürobeleuchtung motivierend, inspirierend sowie augenfreundlich gestalten können.

Optimale Bürobeleuchtung beeinflusst visuelles Leistungsvermögen

“Der Arbeitstag ist noch lange nicht vorbei und dennoch macht sich Müdigkeit breit. Die Augen brennen, fühlen sich gereizt und trocken an. Jeder Blick auf den Bildschirm wird als anstrengend empfunden. Hinzu kommen Kopfschmerzen, die nicht vergehen wollen.” Ein Arbeitstag, wie ihn nicht selten viele Büroangestellte hierzulande wahrnehmen. Wird die Bürobeleuchtung als zu grell, zu spiegelnd, zu dunkel oder zu hell empfunden, beeinflusst dies die Produktivität der Angestellten nachweislich negativ. Schließlich nehmen wir von all den Informationen, welche jeden Tag auf uns einströmen, gut 80 Prozent allein über die Augen auf.

Demzufolge sollte der Gesundheit des wohl wichtigsten Sinnesorgans ein hoher Stellenwert eingeräumt werden. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das Licht und somit auch die Bürobeleuchtung einen maßgeblichen Einfluss auf unseren Biorhythmus ausüben und sie unseren Schlaf-Wach-Rhythmus steuern kann. Mit der richtigen Bürobeleuchtung werden im Arbeitsalltag nicht nur die Augen entlastet, sondern auch die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter gesteigert. Hierbei sollten Sie nachfolgende Tipps beachten.

 

1. Tageslicht Einlass gewähren und als Bürobeleuchtung nutzen

Obwohl künstliches Licht das Tageslicht gut nachahmen kann, gilt dies nicht in Bezug auf die Vorteile. Insbesondere ist lediglich das Sonnenlicht in der Lage, den menschlichen Körper zur Produktion von Vitamin D zu veranlassen. Wird dieses Vitamin ungenügend produziert, kann dies schnell in Müdigkeit, depressive Verstimmung sowie in eine nachlassende geistige sowie körperliche Leistungsfähigkeit münden. Deshalb gilt: Nutzen Sie so viel Tageslicht als Bürobeleuchtung wie nur möglich. Auf diese Weise fördern Sie Motivation, Aufmerksamkeit sowie die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter.

Damit viel Tageslicht im Büro ankommt, sollten die Fenster entsprechend günstig sowie groß angeordnet sein. Ferner sind Arbeitgeber ohnehin durch die neue Arbeitsstättenverordnung dazu gehalten, dass sämtliche Büroräume möglichst ausreichend Tageslicht sowie eine Sichtverbindung nach außen besitzen. In Anbetracht dessen, dass hierzulande rund 40 Prozent der Stromkosten in Unternehmen auf die Bürobeleuchtung zurückgehen, lassen sich dabei auch nennenswerte Einsparungen erzielen. Allerdings heißt das nicht, dass das Tageslicht stets ungehindert ins Büro gelangen sollte. Werden nämlich die Mitarbeiter geblendet, sollten Faltstores, Rollos oder verstellbare Jalousien für Abhilfe sorgen.

 

2. Monitore korrekt anordnen

An Büroarbeitsplätzen sollte der Bildschirm grundsätzlich parallel zum Fenster platziert werden. Zu vermeiden ist eine Aufstellung mit dem Fenster hinter dem Benutzer, weil es andernfalls zu Spiegelungen kommt. Blendungen gilt es generell zu vermeiden. Ebenso zu vermeiden ist eine Aufstellung vor dem Fenster, weil hier die Helligkeitsunterschiede zwischen dem hellen Fenster sowie der Bildschirmoberfläche, insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung, zu stark ausfallen.

 

3. Gesetzliche Mindestanforderungen an die Bürobeleuchtung beachten

Welche Bürobeleuchtung ideal ist, hängt immer davon ab, um welche Tätigkeit bzw. welche Art von Arbeitsplatz es sich handelt. Denn nicht jedes Licht passt in jedes Büro. Grundsätzlich zeichnet sich eine gute Bürobeleuchtung durch folgende Merkmale aus:

  • Beleuchtungsniveau ist der Sehaufgabe anzupassen: Maßgeblich hierfür ist insbesondere die Beleuchtungsstärke in Lux. Großen Einfluss auf die Helligkeit üben zudem die Lichtreflexionen von Wänden, Fußboden und Decke aus. Während etwa rote Ziegelsteine oder Holz das Licht respektive lediglich um bis zu 15 und 35 Prozent reflektieren, kommen weiße Wände auf bis zu 85 Prozent. Im letzten Fall ist somit deutlich weniger Bürobeleuchtung erforderlich.
  • Leuchtdichte gleichmäßig verteilen: Zum einen sollte sich die Helligkeit zwischen Arbeitsplatz und Umgebung nicht so stark differenzieren (höchstens Faktor 3). Andererseits kann ein zu geringer Unterschied – etwa bei indirektem Licht – zu einem monotonen Raumeindruck führen.
  • Passende Lichtfarbe
  • Flimmerfreiheit
  • Geeignete Farbwiedergabe: Kommen die mittels künstlichem Licht erzeugten Farben der natürlichen Farbe auch möglichst nahe? Um dem gerecht zu werden, sollten Sie Lampen mit hoher Farbwiedergabeeigenschaft (gemessen in Ra) bevorzugen.

Die Vielzahl an Verordnungen, Richtlinien sowie Normen zeigt, welch große Bedeutung die Bürobeleuchtung hat. Dies sind im Einzelnen: Die Normen DIN 5035 “Beleuchtung mit künstlichem Licht” und DIN EN 12464-1 “Arbeitsstätten in Innenräumen”, das Arbeitsschutzgesetz, die Arbeitsstättenrichtline ASR A3.4, die Bildschirmarbeitsplatzverordnung sowie die Arbeitsstättenverordnung.

 

4. Zusammenspiel der Lichtquellen bedenken

Richten Sie ein besonderes Augenmerk darauf, wie die verschiedenen Lichtquellen sich ergänzen oder aber die gesamte Bürobeleuchtung negativ beeinflussen. Hierzu zählt etwa die Frage, ob sich das künstliche Licht übermäßig stark spiegelt oder die Beleuchtung individueller Schreibtische die Arbeit am Bildschirm behindert. Spiegelungen gilt es zudem nicht nur hinsichtlich des Monitors zu beachten. Schließlich können diese auch bei weiteren glänzenden Oberflächen auftreten, etwa an dekorativen Bilderrahmen oder an verchromtem Büromaterial wie Computermäuse. Hierbei empfiehlt sich Material mit mattem Design. Im Sinne einer optimalen Bürobeleuchtung sollten ferner die allgemeine Beleuchtung durch das Tageslicht sowie die individuelle Platzbeleuchtung gut aufeinander abgestimmt sein.

 

5. Lichteinfall mittels Lichtsteuerung regulieren

Büroarbeitsplätze sind gemäß Arbeitsstättenrichtlinie ASR A3.4 mindestens mit 500 Lux zu beleuchten. Fachleute empfehlen jedoch schon eine Bürobeleuchtung von 1.000 Lux, weil Büroangestellte dies als besonders konzentrationsfördernd sowie angenehm empfinden. Am besten kombinieren Sie diese Beleuchtungsstärke mit einer Farbtemperatur von nicht weniger als 5.300 Kelvin (Tageslichtweiß). Um mögliche Schlafstörungen zu vermeiden, sind innovative Lichtsteuerungssysteme ideal. Dies hat anatomische Hintergründe: Denn während das kurzwellige Licht der Vormittagsstunden die Aufmerksamkeit sowie Konzentrationsfähigkeit fördert, gehen die langewelligen Nachmittagsstrahlen aufgrund ihres höheren Rotanteils mit einer höheren Melatonin-Ausschüttung einher. Und diese nimmt negativen Einfluss auf unsere Leistungsfähigkeit. Mit einer dynamischen Lichtsteuerung kann die Bürobeleuchtung dem natürlichen Verlauf des Sonnenlichts angepasst werden. So können Sie etwa die Beleuchtungsstärke auf 1.000 Lux einstellen, um dem Mittagstief entgegenzuwirken. Damit unterstützt eine flexible Bürobeleuchtung den Biorhythmus der Angestellten und fördert dadurch ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden.

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